Zinseszinsrechner: So wächst dein Geld mit Zins und Sparrate
Fakten und Zahlen geprüft am
Beim Zinseszins bekommst du nicht nur Zinsen auf dein eingezahltes Geld, sondern auch auf die Zinsen, die schon gutgeschrieben wurden. Der Rechner zeigt, wie Startkapital und monatliche Sparrate über die Jahre wachsen und wie viel davon allein der Zinseszinseffekt ausmacht.
Zinseszinsrechner
Sparrate jeweils am Monatsende. Innerhalb einer Zinsperiode werden einfache Zinsen gerechnet, bei der Gutschrift kommen sie zum Kapital. Vor Steuern und Kosten; der Zinssatz bleibt über die Laufzeit gleich.
Die Zinseszinsformel
Für ein einmal angelegtes Kapital mit jährlicher Zinsgutschrift gilt:
Endkapital = Startkapital × (1 + Zinssatz ÷ 100)Jahre
Kommen regelmäßige Sparraten hinzu, rechnet der Rechner Monat für Monat: Jede Rate wird am Monatsende eingezahlt. Innerhalb einer Zinsperiode fallen einfache Zinsen an; bei der Gutschrift – je nach Bank monatlich, vierteljährlich oder jährlich – werden sie dem Kapital zugeschlagen und ab dann selbst verzinst. So rechnen auch Banken bei Sparkonten.
Rechenbeispiel: 10.000 € und 100 € im Monat
Jonas legt 10.000 € zu 3 % Zinsen pro Jahr an, die Zinsen werden jährlich gutgeschrieben.
- Ohne Sparrate: Nach 20 Jahren hat er 10.000 € × 1,0320 = 18.061,11 €. Die Zinsen haben das Kapital fast verdoppelt.
- Mit 100 € Sparrate im Monat: Er zahlt insgesamt 34.000 € ein und hat nach 20 Jahren 50.748,92 €. Davon sind 16.748,92 € Zinsen.
Der Zinseszinseffekt wird umso stärker, je länger das Geld angelegt ist. In den ersten Jahren wächst das Kapital vor allem durch die Einzahlungen, später zunehmend durch Zinsen auf Zinsen.
Was das Ergebnis beeinflusst
- Zinssatz: Schon ein Prozentpunkt mehr macht über Jahrzehnte einen großen Unterschied.
- Laufzeit: Die Zeit ist der stärkste Hebel. Wer früher anfängt, braucht für dasselbe Ziel deutlich kleinere Raten.
- Häufigkeit der Zinsgutschrift: Monatliche Gutschrift bringt etwas mehr als jährliche, weil die Zinsen früher selbst verzinst werden. Den Unterschied zeigt der Effektivzinsrechner.
- Inflation: Steigende Preise mindern die Kaufkraft des Endkapitals. Was dein Ergebnis in heutigem Geld wert ist, zeigt der Inflationsrechner.
Zinseszins und Steuern
Zinsen sind Einkünfte aus Kapitalvermögen. Bis zum Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Jahr (2.000 € bei Zusammenveranlagung) bleiben sie steuerfrei, wenn du deiner Bank einen Freistellungsauftrag erteilst. Darüber hinaus behält die Bank Abgeltungsteuer von 25 % plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer ein. Der Zinseszinsrechner rechnet vor Steuern; den Steuerabzug zeigt der Festgeldrechner.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Zins und Zinseszins?
Einfache Zinsen werden nur auf das eingezahlte Kapital berechnet. Beim Zinseszins werden gutgeschriebene Zinsen dem Kapital zugeschlagen und in den Folgejahren mitverzinst. Dadurch wächst das Vermögen nicht gleichmäßig, sondern immer schneller.
Gilt der Zinseszinseffekt auch für ETFs?
Bei ETFs gibt es keinen festen Zins. Thesaurierende Fonds legen Erträge aber automatisch wieder an, sodass ein ähnlicher Effekt entsteht. Anders als beim Sparkonto schwankt die Wertentwicklung jedoch, und Verluste sind möglich. Ein Rechenergebnis mit fester Rendite ist dort nur eine Modellrechnung.
Wie lange dauert es, bis sich mein Geld verdoppelt?
Als Faustregel teilst du 72 durch den Zinssatz: Bei 3 % dauert es etwa 24 Jahre. Genau sind es bei jährlicher Zinsgutschrift 23,4 Jahre.
