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Finanzrechner

Dispozinsrechner: Was kostet das Minus auf dem Girokonto?

Fakten und Zahlen geprüft am

Der Dispokredit ist bequem, aber teuer: Banken verlangen dafür meist deutlich höhere Zinsen als für einen Ratenkredit. Mit dem Rechner siehst du, was dich ein Minus auf dem Girokonto tatsächlich kostet.

Dispozinsrechner

Den Dispozins nennt deine Bank im Preis- und Leistungsverzeichnis und auf dem Kontoauszug.

Zinsen = Betrag im Minus × Dispozins × Tage ÷ 365. Banken rechnen die Dispozinsen meist vierteljährlich ab.

So werden Dispozinsen berechnet

Dispozinsen fallen nur für den Betrag und die Tage an, die du tatsächlich im Minus bist:

Dispozinsen = Betrag im Minus × Dispozins ÷ 100 × Tage ÷ 365

Die Bank rechnet die Zinsen meist am Quartalsende ab und belastet sie dem Konto. Manche Institute rechnen mit 360 statt 365 Zinstagen; die Unterschiede sind gering.

Rechenbeispiel

Tim ist nach einer Autoreparatur 30 Tage lang mit 1.500 € im Minus. Seine Bank verlangt 11 % Dispozins pro Jahr: 1.500 € × 0,11 × 30 ÷ 365 = 13,56 €. Bleibt das Minus ein ganzes Jahr bestehen, kostet es 165 € Zinsen.

Ein Ratenkredit über denselben Betrag ist in der Regel günstiger und hat einen festen Rückzahlungsplan. Wie hoch die Rate wäre, zeigt der Kreditrechner.

Dispo und geduldete Überziehung

Der Dispokredit ist eine vereinbarte Überziehungsmöglichkeit bis zu einem festen Rahmen (§ 504 BGB). Gehst du über diesen Rahmen hinaus oder hast du gar keinen Dispo, spricht man von einer geduldeten Überziehung (§ 505 BGB). Dafür verlangen viele Banken einen noch höheren Zinssatz. Die genauen Sätze stehen im Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Bank.

Deine Rechte bei dauerhafter Nutzung

Nutzt du den Dispo ununterbrochen sechs Monate lang und im Durchschnitt zu mehr als 75 % des Rahmens, muss dir die Bank eine Beratung über günstigere Alternativen anbieten, etwa einen Ratenkredit (§ 504a BGB). Das Angebot ist für dich freiwillig.

Häufige Fragen

Wie komme ich aus dem Dispo heraus?

Lege einen festen monatlichen Betrag fest, mit dem du das Minus abbaust, und prüfe, ob ein günstigerer Ratenkredit das Minus ablösen kann. Langfristig hilft ein Notgroschen, damit unerwartete Ausgaben nicht wieder im Dispo landen.

Beeinflusst der Dispo die SCHUFA?

Den Dispo innerhalb des vereinbarten Rahmens zu nutzen, ist für sich genommen kein Negativmerkmal. Kritisch wird es, wenn fällige Forderungen trotz Mahnung nicht bezahlt werden. Welche Daten die SCHUFA über dich gespeichert hat, erfährst du mit einer kostenlosen Datenkopie nach Art. 15 DSGVO.