Ein Notgroschen ist Geld für Unvorhergesehenes: eine kaputte Waschmaschine, eine Autoreparatur oder ein paar Monate ohne Einkommen. Der Rechner ermittelt deinen Zielbetrag aus deinen festen Ausgaben und zeigt, wann du ihn mit deiner Sparrate erreichst.
Notgroschen-Rechner
Ziel = monatliche Fixkosten × gewählte Monate. Ohne Zinsen gerechnet.
Wie hoch sollte der Notgroschen sein?
Eine verbreitete Faustregel lautet: drei bis sechs Monate deiner notwendigen Ausgaben. Entscheidend sind die festen Kosten, die du auch in einer Krise weiter zahlen musst – Miete, Energie, Lebensmittel, Versicherungen und Mobilität. Freizeit und Urlaub gehören nicht dazu.
- Eher drei Monate reichen oft für Angestellte mit sicherem Job, Rücklagen des Partners oder kleinen Fixkosten.
- Eher sechs Monate sind sinnvoll für Selbstständige, Alleinverdiener, Familien mit Kindern oder Eigentümer, bei denen Reparaturen am Haus anfallen können.
Rechenbeispiel
Sarah hat feste Ausgaben von 1.920 € im Monat: 900 € Miete, 220 € für Energie und Telefon, 400 € für Lebensmittel, je 150 € für Versicherungen und Mobilität und 100 € Sonstiges. Für drei Monate braucht sie 5.760 €. 1.500 € hat sie schon. Mit 200 € im Monat fehlen ihr noch 4.260 €, die sie in 22 Monaten zusammenhat.
Wo der Notgroschen hingehört
Der Notgroschen muss sicher und schnell verfügbar sein, aber getrennt vom Girokonto, damit du ihn nicht nebenbei ausgibst. Gut geeignet ist ein Tagesgeldkonto: Du kommst jederzeit an das Geld, und Einlagen sind bis 100.000 € pro Kunde und Bank gesetzlich abgesichert. Aktien oder ETFs eignen sich nicht, weil ihr Wert genau dann gefallen sein kann, wenn du das Geld brauchst.
Schneller zum Ziel
- Dauerauftrag zum Monatsanfang: Spare den Betrag direkt nach dem Gehaltseingang.
- Sonderzahlungen nutzen: Steuererstattung, Urlaubs- oder Weihnachtsgeld beschleunigen den Aufbau.
- Budget prüfen: Wo im Monat Geld übrig bleibt, zeigt ein Haushaltsbudget.
Häufige Fragen
Soll ich erst Schulden tilgen oder einen Notgroschen aufbauen?
Ein kleiner Grundstock sollte zuerst da sein, damit neue Ausgaben nicht im teuren Dispo landen. Danach lohnt es sich meist, teure Schulden wie den Dispokredit zügig abzubauen, weil deren Zinsen höher sind als die Zinsen auf dem Tagesgeld.
Zählt der Notgroschen zur Altersvorsorge?
Nein. Der Notgroschen ist eine Reserve für kurzfristige Notfälle. Geld für die Altersvorsorge legst du zusätzlich und langfristig an.
