Immobilienpreise 2026: Wohnungen und Häuser 0,6 % teurer als vor einem Jahr – die Entwicklung laut Statistischem Bundesamt
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Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland lagen im 2. Quartal 2026 laut Statistischem Bundesamt um 0,6 % über dem Vorjahresquartal und um 0,3 % über dem Vorquartal (vorläufige Werte, Pressemitteilung vom 24. September 2026). Damit hat sich der Anstieg verlangsamt: 2025 waren die Preise im Jahresdurchschnitt noch um 3,2 % gestiegen. Regional ist das Bild gemischt: In den sieben größten Metropolen wurden Eigentumswohnungen 0,4 % günstiger, in den übrigen kreisfreien Großstädten 2,0 % teurer. Gegenüber dem Höchststand von 2022 liegt der Häuserpreisindex noch rund 6 % niedriger – nach einem Einbruch von 8,5 % im Jahr 2023 und weiteren 1,5 % im Jahr 2024.
Das Wichtigste in Kürze
- 2. Quartal 2026: +0,6 % zum Vorjahresquartal, +0,3 % zum Vorquartal.
- Metropolen: Eigentumswohnungen −0,4 %, Ein- und Zweifamilienhäuser +0,7 %.
- Index (2025 = 100) bei 100,6 – 2022 lag er im Jahresdurchschnitt bei 107,5.
- Werte für 2026 sind vorläufig; das 1. Quartal wurde von +1,4 % auf +1,2 % korrigiert.
Preisentwicklung nach Regionen
| Region | Eigentumswohnungen | Ein- und Zweifamilienhäuser |
|---|---|---|
| Top-7-Metropolen (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf) | −0,4 % | +0,7 % |
| Kreisfreie Großstädte | +2,0 % | +0,7 % |
| Dicht besiedelte ländliche Kreise | −1,8 % | +1,0 % |
| Dünn besiedelte ländliche Kreise | −0,6 % | −0,4 % |
| Deutschland insgesamt | +0,6 % | |
Die Entwicklung seit 2021
| Jahr | Index | Veränderung zum Vorjahr |
|---|---|---|
| 2021 | 101,4 | +11,7 % |
| 2022 | 107,5 | +6,0 % |
| 2023 | 98,4 | −8,5 % |
| 2024 | 96,9 | −1,5 % |
| 2025 | 100,0 | +3,2 % |
| 2. Quartal 2026 (vorläufig) | 100,6 | +0,6 % (zum Vorjahresquartal) |
Neubauten verteuerten sich im 2. Quartal 2026 um 1,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal, Bestandsimmobilien um 0,5 %. Wichtig: Die Zahlen sind nominal, also nicht um die Inflation bereinigt. Weil die Verbraucherpreise seit 2022 gestiegen sind, liegen Immobilien real noch deutlicher unter dem Niveau von 2022.
Was das für Käufer bedeutet
- Keine starken Preissprünge: Die Preise steigen derzeit kaum schneller als die Inflation. Ob sich ein Kauf lohnt, hängt deshalb stärker von Zinsen, Lage und deiner Situation ab – siehe Kaufen oder mieten?
- Zinsen im Blick behalten: Wie sich die Bauzinsen entwickeln, steht im Ratgeber Bauzinsen aktuell.
- Budget realistisch planen: Was du dir leisten kannst, rechnest du mit dem Ratgeber Wie viel Immobilie kann ich mir leisten? durch.
- Regionale Unterschiede: Der Bundesindex sagt wenig über einzelne Städte oder Viertel. Für eine konkrete Immobilie helfen Bodenrichtwerte und Grundstücksmarktberichte der Gutachterausschüsse.
Häufige Fragen
Steigen die Immobilienpreise 2026?
Leicht: Im 2. Quartal 2026 lagen sie laut Destatis 0,6 % über dem Vorjahresquartal. In einigen Regionen und Segmenten sanken sie.
Sind Immobilien wieder so teuer wie 2022?
Nein. Der Häuserpreisindex lag im 2. Quartal 2026 bei 100,6, im Jahresdurchschnitt 2022 bei 107,5 – also rund 6 % niedriger.
Wo steigen die Preise am stärksten?
Im 2. Quartal 2026 bei Eigentumswohnungen in kreisfreien Großstädten außerhalb der Metropolen mit +2,0 %.
Wann kommen die nächsten Zahlen?
Destatis veröffentlicht den Häuserpreisindex vierteljährlich, jeweils rund ein Vierteljahr nach Ende eines Quartals.


